031 747 72 26 (bei Todesfällen 079 461 54 91) pfarramt@pfarrei-boesingen.ch

Was ist zu tun bei einem Todesfall?

  • Arzt benachrichtigen: Zuerst ist es wichtig, einen ruhigen Kopf zu bewahren, nichts zu überstürzen und ruhig zu überlegen. Wenn jemand zuhause eines natürlichen Todes gestorben ist, rufen Sie als erstes ihren Hausarzt. Falls er / sie nicht zu erreichen ist, wenden sie sich an den diensthabenden Notarzt. Der Arzt bestätigt dann den Tod. Er stellt die Zeit des Todes und die Todesursache fest und stellt den Totenschein aus. Stirbt ein Angehöriger im Spital, dann erhalten Sie die nötigen Unterlagen von der Spitalverwaltung.
  • Polizei benachrichtigen: Beim Tod durch Unfall oder Suizid muss zusätzlich die Polizei beigezogen werden.
  • Kontakt mit Pfarramt: Melden Sie den Todesfall beim Pfarramt. Dort wird mit Ihnen über die notwendigen Schritte gesprochen und die Uhrzeit des Trauergebetes und des Beerdigungsgottesdienstes festgelegt. Eine Todesanzeige sollte erst nach Absprache mit dem Pfarramt aufgegeben werden, damit keine Zeitkollisionen entstehen. Der Priester oder eine Mitarbeiterin wird Sie besuchen und alles Notwendige besprechen.
  • Kontakt mit einem Bestattungsinstitut:  Benachrichtigen Sie ein Bestattungsinstitut Ihrer Wahl. Der Bestatter wird mit Ihnen ein Gespräch vereinbaren. Falls Sie dies möchten, wird das Bestattungsinstitut Ihnen verschiedene Arbeiten abnehmen. Zum Beispiel den Gang zur Gemeindeverwaltung oder auch das Aufsetzen der Todesanzeige. Das Institut weiss, wo und wann eine eventuelle Kremation stattfinden wird. Es steht Ihnen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.Um die amtlichen Formalitäten zu erledigen benötigt das Bestattungsinstitut folgende Unterlagen: Das Familienbüchlein, bei ledigen Personendas Familienbüchlein der Eltern oder einen Personenstandsausweis, den man schon zu Lebzeiten beim Zivilstandsamt des Heimatortes verlangen kann.
  • Trauergebet: Rituale helfen den Tod eines Angehörigen zu verarbeiten. Das Trauergebet, gestaltet von der Trauergebetsgruppe, findet in der Regel am Vorabend des Beerdigungsgottesdienstes statt. Dieses Gebet wurde in früheren Zeiten zu Hause beim Sarg gebetet. Da die Toten nicht mehr zu Hause aufgebahrt werden, wird dies nun in der Kirche gebetet. Was wird da gebetet? Es werden liturgische Texte gelesen, evtl. ein Psalm oder eine biblische Lesung, dann werden ein oder zwei Gesätze des Rosenkranzes gebetet, man denkt nochmals an die verstorbene Person und nimmt so ein erstes Mal Abschied.
  • Beerdigungsgottesdienst: Es wird eine Messe gefeiert, der Lebenslauf gelesen und eine Predigt gehalten. Nach der Messfeier findet eine Abdankungsfeier statt und auf dem Friedhof oder vor der Totenkapelle können dann die Angehörigen sich vom Verstorbenen verabschieden.

Je schöner und voller die Erinnerung,
desto schwerer ist die Trennung.
Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung
in eine stille Freude.  

Man trägt das vergangene Schöne

nicht wie einen Stachel, sondern
wie ein kostbares Geschenk in sich.

Dietrich Bonhoeffer

Siebter, Dreissigster und Jahrzeitmessen

Am Sonntag nach dem Beerdigungsgottesdienst (7.) wird nochmals an die verstorbene Person gedacht und dies wird vor der Messe auch so verkündet. Das ist der sogenannte Siebte. Der Dreissigste wird zirka dreissig Tage nach dem Beerdigungsgottesdienst am Samstagabend in der Vorabendmesse gefeiert. Die Jahrzeitmesse wird ein Jahr nach dem Tod des Angehörigen ebenfalls in der Vorabendmesse am Samstag gefeiert. Mehr Informationen zu Jahrzeitmessen.

Trauerbegleitung

Einen Todesfall zu verarbeiten ist oft sehr schwer. Beim Pfarramt können Sie erfahren, wer Sie begleiten könnte oder an wen Sie sich wenden können. Auch alle weiteren Fragen die Sie zum Tod beschäftigen werden Ihnen gerne beantwortet. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Buchtipp
Verena Kast, Trauern, Kreuz Verlag.

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