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Welche Bedeutung hat die Kommunion?
In der Erstkommunion empfängt der Gläubige zum ersten Mal Jesus Christus im Zeichen von Brot und Wein. Dabei handelt es sich um Jesu Abschiedsgeschenk. Vor seinem Leiden und Sterben hat Jesus mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl gehalten. Er nahm Brot und Wein, reichte es mit den Worten: «Dies ist mein Leib, dies ist mein Blut» und fügte hinzu: «Tut dies zu meinem Gedächtnis» ( Lk 22,14-23 und Kor 11, 23-25). Die Eucharistiefeier ist somit nicht nur ein Gedächtnismahl, sondern in ihr bleibt Christus gegenwärtig. Sie bildet das Zentrum der Gemeinschaft der Kirche und ist zugleich ihre Kraftquelle. Neben Taufe und Firmung zählt das Sakrament der Eucharistie zu den Einführungssakramenten. Das Wort «Eucharistie» stammt aus dem Griechischen und bedeutet «Danksagung» und auch «Gute Gabe».

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Geschichtliches

Seit dem 12. Jahrhundert wird zumeist nur noch das heilige Brot – die Hostie – ausgeteilt, aus Sorge, dass der Wein verunreinigt oder verschüttet werden könnte. Auch die Form des Kommunionempfangs hat sich über die Jahre verändert. Zu Beginn reichten die Gläubigen Brot und Wein untereinander weiter, während später ein Priester die Hostien an die Kommunikanten austeilte. Bis zum 9. Jahrhundert wurde den Christen die Hostie in die Hand gelegt. Anschliessend setzte sich der Brauch durch, sie direkt in den Mund zu geben. Heute sind beide Formen des Kommunionempfangs möglich.

Wer kann zur Eucharistie gehen?
Um das Sakrament der Eucharistie erstmals empfangen zu können, müssen die Gläubigen getauft sein und eine entsprechende Katechese absolviert haben. In Bösingen und Laupen erfolgt die Vorbereitung auf die Erstkommunion im schulischen Religionsunterricht der 3.-4. Klasse durch Katechetinnen. Dazu gehören auch Messbesuche sowie Elternabende und ein Einkehrtag. Die zuständige Katechetin informiert die Eltern rechtzeitig mit einem Brief über die verschiedenen Aktivitäten. Das Kind wird bei seiner Erstkommunion in die eucharistische Mahlgemeinschaft der Kirche aufgenommen und hat damit eine weitere Stufe der Eingliederung in die Kirche Jesu Christi erreicht. Die einheitliche Kommunionkleidung ist Zeichen der Gemeinschaft mit Jesus Christus und der Verbundenheit untereinander. Die Farbe der Kleidung nimmt auch Bezug auf die frühe Kirche. Erwachsene, die zu Ostern getauft worden waren, trugen die ganze Osterwoche hindurch in der Kirche ihre weissen Taufkleider.  Daher kommt auch der Name «Weisser Sonntag» für den ersten Sonntag nach Ostern, an dem auch bei uns früher die Kinder zum ersten Mal zum Tisch des Herrn gingen.

Da nun der Glaube gekommen ist, sind wir keinem Aufpasser mehr unterstellt. Denn ihr seid alle Söhne und Töchter Gottes durch den Glauben in Christus Jesus. Ihr alle nämlich, die ihr auf Christus getauft wurdet, habt Christus angezogen. Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Sklave noch Freier, da ist nicht Mann und Frau. Denn ihr seid alle eins in Christus Jesus. Wenn ihr aber Christus gehört, dann seid ihr Nachkommen Abrahams und gemäss der Verheissung seine Erben.

Paulus von Tarsus im Brief an die Galater 3,25-29

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