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Taufe

Herzliche Glückwünsche zum frohen Ereignis!  
Das Kind ist geboren, die Mutter hat sich erholt, der Vater ist voller Stolz. Nun kommen wichtige Aufgaben auf Sie als Eltern, Angehörige oder Freunde zu.

Möchten Sie Ihr Kind taufen lassen?  
Gerne geben wir Ihnen Auskunft. Setzen Sie sich mit dem Pfarramt in Verbindung. Man wird Ihnen einen Termin und Gespräche anbieten.

Was bedeutet die Taufe?
Die Taufe ist für die christlichen Kirchen ein Sakrament. Mit der Taufe werden wir in die Gemeinschaft mit Jesus Christus aufgenommen. Wir werden Kinder Gottes.

Soll ich mein Kind schon jetzt taufen lassen?
In unseren drei Landeskirchen werden üblicherweise Kinder getauft. Wenn das Kind in einer christlichen Umgebung aufwächst und geprägt wird, macht die Kindertaufe ihren Sinn erkennbar. Natürlich können auch jugendliche oder erwachsene Personen getauft werden.

Wie bereite ich mich auf die Taufe meines Kindes vor?
Es ist hilfreich, wenn Sie sich als Eltern mit dem Priester zusammen oder schon vor dem Gespräch mit dem Priester einige Gedanken über die Feier der Taufe machen.
Zum Beispiel: Was bedeutet Ihnen die Taufe? Was würde Ihnen fehlen, wenn Ihr Kind nicht getauft würde? Zur Taufe gehören Wasser, das Wort Gottes und der menschliche Glaube. Da Ihr Kind noch zu klein ist, wird es kein Glaubenszeugnis abgeben. Stellvertretend für Ihr Kind bezeugen Sie Ihren Glauben. Wie stellen Sie sich dazu? Sie verpflichten sich, zusammen mit den Taufpaten, Ihr Kind im christlichen Glauben zu erziehen. Wie möchten Sie Ihrem Kind den Glauben nahe bringen? Wären Sie bereit, Ihr Kind einmal auch ausserschulisch den Religionsunterricht besuchen zu lassen (dies vor allem wenn Sie in der Gemeinde Laupen oder in der bernischen Nachbarschaft wohnen)?

Wer kann Patin / Pate – Götti / Gotte für unser Kind werden?
Pate kann werden, wer einer christlichen Konfession angehört und religiös mündig, d.h. gefirmt beziehungsweise konfirmiert ist. Es braucht mindestens zwei Taufzeugen; eine/r muss derjenigen Kirche angehören, welche die Taufe vollzieht.
Die Taufpaten freuen sich, wenn Sie mit ihnen auch über die obenstehenden Fragen diskutieren, mit ihnen über das Verständnis des „Patenamtes“ sprechen; Ihre Erwartungen an die Paten formulieren.

Worauf verpflichten sich die Paten?  

  • Kirchliche Rechte und Pflichten: Paten sind eigentlich «Taufzeugen». In früheren Zeiten war noch nicht alles amtlich geregelt. Da brauchte es Zeugen, die bestätigen konnten, dass ein bestimmter Mensch tatsächlich Christ war. Heute verpflichten sich die Taufzeugen, den Eltern beizustehen in der Aufgabe, das Patenkind im christlichen Glauben zu erziehen oder selber für die Erziehung zu sorgen, wenn die Eltern dazu nicht in der Lage sein sollten. Die katholische Kirche verlangt, dass sich in einer konfessionsverbindenden Ehe der katholische Partner für eine Erziehung der Kinder im katholischen Glauben einsetzt, doch soll er die Haltung des anderen Elternteils achten und darf mit seiner Haltung die Ehe nicht gefährden.
  • Gesetzliche Rechte und Pflichten für Paten bestehen nicht: Gesetzliche Regelungen für das Patenamt gibt es nicht. Es ist eine rein kirchlich-familiäre Verpflichtung. Umgekehrt können Paten auch keine Rechte für sich ableiten. Es stimmt nicht, dass Paten das Kind nach dem Tod seiner Eltern bei sich aufnehmen oder die Vormundschaft übernehmen müssen; aber sie können sich dafür zur Verfügung stellen. Die Sozialdienste oder Vormundschaftsbehörden suchen lieber individuell-familiäre als Heimlösungen. Paten sind nicht verpflichtet, das Patenkind oder dessen Eltern bei finanziellen Problemen zu unterstützen. Es bestehen keinerlei Erbansprüche zwischen Paten und Patenkind. Paten haben kein Zeugnisverweigerungsrecht, wenn gegen ihr Patenkind ermittelt wird.

Wir leben in einer konfessionverbindenden Ehe. Gibt es eine ökumenische Taufe?  
Obwohl die Taufe von den Kirchen gegenseitig anerkannt wird, kann ein Kind nur in einer konkreten Kirche getauft werden. Mindestens einer der Paten sollte dieser Konfession angehören. Deshalb sollten Sie sich darüber verständigen, in welcher Kirche Sie Ihr Kind taufen lassen wollen. Diese Entscheidung ist eine Entscheidung der Eltern, die von den Kirchen respektiert wird.

Weitere Informationen / Kontaktaufnahme
Vielleicht haben Sie noch offene Fragen? Wenden Sie sich für weitere Auskünfte an das Pfarramt.

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