031 747 72 26 (bei Todesfällen 079 461 54 91) pfarramt@pfarrei-boesingen.ch

Bedeutung

Mit dem gegenseitigen Versprechen vor dem Priester, den Trauzeugen und der Gemeinde spenden sich die Brautleute das Sakrament der Ehe gegenseitig. Sie gründen damit den sakramentalen Bund und stiften untereinander eine Gemeinschaft für das ganze Leben: Mann und Frau versprechen, einander in guten und in schlechten Tagen die Treue zu halten, bis dass der Tod sie scheidet. Der Priester erteilt der Ehe den kirchlichen Segen. Die Ehe ist dabei Abbild des Bundes zwischen Christus und seiner Kirche. Das Wort «Ehe» leitet sich von althochdeutsch etwa, «Vertrag», bzw. mittelhochdeutsch ewe, «Gesetz», ab

Voraussetzungen

  • Die zivilrechtliche Ehe vor dem Standesamt muss geschlossen worden sein
  • Der Mann und die Frau müssen ledig bzw. verwitwet sein

Merkmale der Ehe

  • Die Ehe ist unauflöslich
  • Die Verheirateten sind bereit zur Elternschaft
  • Die Ehepartner sind sich treu
  • Zwei Zeugen müssen die Eheschliessung bezeugen. Sie müssen nicht römisch-katholisch sein.

Mischehe

Bei einer konfessionsübergreifenden Ehe verspricht der katholische Partner, die Ehe im katholischen Glauben zu leben und zu bezeugen. Er verpflichtet sich dazu, seine etwaigen Nachkommen taufen zu lassen und im katholischen Glauben zu erziehen.

Ökumenische Trauung

Es ist möglich, sich von einem evangelischen Pfarrer bzw. in einer ökumenischen Form trauen zu lassen. Voraussetzung dafür ist eine Befreiung von der Formpflicht (Dispens). Der Pfarradministrator wird nach einem Gespräch mit den Brautleuten die nötigen Schritte zur Dispens einleiten

Administratives

Um sich für die Trauung anzumelden wenden Sie sich bitte an das Pfarramt. Sie erhalten dort alle notwendigen Auskünfte. Zur Anmeldung benötigen Sie einen Taufschein, der nicht älter als drei Monate sein darf und beim jeweiligen Pfarramt des Taufortes erhältlich ist. Bei Hochzeit in der eigenen Taufpfarrei entfällt dies.

Ehevorbereitung

Im Hinblick auf die Trauung führt ein Seelsorger ein Traugespräch mit den künftigen Eheleuten. Dabei erhalten sie Informationen über Ehevorbereitungskurse, können Lieder, Gebete und Lesungen für die kirchliche Feier aussuchen, persönliche Fragen erörtern usw.

in diesem Merkblatt finden Sie organisatorische Hinweise, um Ihnen die Vorbereitung der kirchlichen Feier zu erleichtern.

Leg mich auf dein Herz wie ein Siegel, wie ein Siegel an deinen Arm!
Denn stark wie der Tod ist die Liebe, hart wie das Totenreich die Leidenschaft.
Feuerglut ist ihre Glut, Flamme JHWHs.
Gewaltige Wasser können die Liebe nicht löschen, und Ströme schwemmen sie nicht fort.
Wollte einer sein ganzes Gut hingeben für die Liebe, man würde ihn nur verachten.

Hebräisches Liebeslied, Hld 8,6-7

Die Liebe hat den langen Atem, gütig ist die Liebe, sie eifert nicht.
Die Liebe prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf,
sie ist nicht taktlos, sie sucht nicht das ihre,
sie lässt sich nicht zum Zorn reizen, sie rechnet das Böse nicht an,
sie freut sich nicht über das Unrecht, sie freut sich mit an der Wahrheit.
Sie trägt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles.

Paulus von Tarsus, ca. 60 n. Chr., 1Kor 13,3-6

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